Flash - Regionalspiel

Projekt: Flash - Regionalspiel

„Auf einem Hinterhof im Hamburger Karoviertel steht eine Mauer. Sie trennt die New-Media-Agentur Jung von Matt/next vom benachbarten Schlachthof. Noch ist das drei Meter hohe Ungetüm betongrau, doch das soll sich bald ändern: Vorausgesetzt, das Hamburger Wetter spielt mit, werden hier ab Dienstag nach Ostern fünf Graffiti-Künstler ein interaktives Wandbild gestalten. Über mehrere Tage geben sich dann die Stars der Graffiti-Szene DAIM, TASEK, Daddy Cool, SEAK und DESUR die Ehre und zeigen auf der gut 30 Meter breiten Wand die Geschichte des Graffiti: Von den kunstvoll geschwungenen Tags der ersten Stunde über den Bubble-Style der Achtziger bis hin zur „next generation“, dem Mix von Street Art und digitalen Medien. Simone Ashoff, Geschäftsführerin von Jung von Matt/next erklärt: „Wir freuen uns sehr, ein Künstlerteam von Weltrang für dieses Projekt gefunden zu haben. Zusammen werden wir ein spektakuläres Kommunikationsexperiment auf die Beine stellen – Street Art trifft New Media, exzellente Künstler auf neueste digitale Technologien.“ . Mirko Reisser alias DAIM sieht in dem Projekt die Chance, ganz neue Spielarten für Graffitikunst zu finden: „Wir werden die ganze Palette der Möglichkeiten, jeden Style und jede Mechanik an der Wand durchspielen. Unser großes Anliegen ist es, mit Graffiti neue Räume wie das Internet und das Handy zu erobern. Mit dem JvM-Projekt experimentieren wir mit allem, was machbar ist.“ . Der Startschuss für das Projekt fällt am 10. April in der Hamburger Grabenstr. 25 im Hinterhof der Agentur. Schaulustige sind eingeladen das Projekt live vor Ort und im Internet unter www.nextwall.de mitzuverfolgen.“ (Quelle JvM | next)

DESUR

DESUR startet seine Graffiti-Karriere 1993. Beim Panndorfhallen-Jam, den er 1999 ins Leben ruft, entsteht der Kontakt zu TASEK, SEAK und DAIM. Neben der Entwicklung von Corporate Design für Firmenkunden studiert DESUR 2003 Philosophie an der Universität Jena und veranstaltet diverse Street Art-Ausstellungen. 2004 stellt er die fotografischen Ergebnisse seiner „Desur´o´ramA“-Weltreise im fernen Neuseeland aus und gründet 2006 eine eigene Design-Agentur.

DAIM

DAIM beginnt 1989 mit dem Sprayen und kann sich schon früh weltweite Anerkennung sichern. 1995 sprüht er zusammen mit internationalen Künstlern das höchste Graffiti der Welt und kann sich seitdem mit einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde schmücken. 2001 malt er im Rahmen des Projekts „Mural Global“ unter Schirmherrschaft der UNESCO in Sao Paolo, Brasilien. Ebenfalls in diesem Jahr wird ihm die Planung und Durchführung des 2000 m2 großen Dockart Projektes „Das neue Hamburg und seine Partnerstädte“ bei Blohm & Voss im Hamburger Hafen übertragen. Weitere internationale Projekte u.A. in Thailand, Australien, Neuseeland, Argentinien, USA und Mexiko folgten. DAIM war 1999 Mitbegründer der Ateliergemeinschaft »getting-up«. Mit seinen Kollegen veranstaltete er zwischen 2000 und 2002 die erfolgreichen »Urban Discipline«-Ausstellungen. Es erschienen diverse Ausstellungskataloge sowie das Buch „DAIM - daring to push the boundaries“.

SEAK

Auch SEAK greift im Jahr 1993 zum ersten Mal zur Dose und sprüht regelmäßig im Raum Köln/Bonn. Ein Jahr später beginnt er erste Auftragsarbeiten umzusetzen und gründet 1995 das erste Kölner Graffitimagazin „Out to Rock“. Mit der Aufnahme in die Künstlergruppe CNS etabliert er sich auch auf internationaler Ebene. Das weltweit auflagenstärkste HipHop Magazin „The Source“ widmet ihm 1997 den gesamten Graffiti-Teil des Hefts. Es folgen diverse Ausstellungen im In- und Ausland.

DADDY COOL

Inspiriert durch damals nur sehr vereinzelt in Erscheinung tretender Straßengraffiti beginnt DADDY COOL ca. 1989 damit, ganz bewusst sein (Wohn-) Umfeld mit Hilfe von Lack aus der Sprühdose zu gestalten. Auftragsarbeiten für viele kleine und große Firmen sichern seine Existenz, bei freien Arbeiten in vielen Ländern und Städten sammelt er Erfahrungen mit unzähligen Künstlern und Mentalitäten. Zusammen mit DAIM und TASEK gründet er 1999 die Ateliergemeinschaft „getting-up“. Auch für die Ausstellungsserie „Urban Discipline“ und das Dockart Projekt im Hamburger Hafen zeichnen sie verantwortlich.

TASEK

TASEK lebt und arbeitet als Künstler, Illustrator und Grafiker seit 1997 in Hamburg. Seit 1995 mit dem Sprayen anfing, hat TASEK schon auf der ganzen Welt gearbeitet und ausgestellt. Seine Arbeiten sind Produkt eines immer neuen Exkurses in die Vorgaben, Möglichkeiten und Einschränkungen des urbanen Raumes. Der öffentliche Raum, der mit seinem Informations-Supergau im Kontrast der Notwendigkeit, Dinge wahrzunehmen und zu gleich zu ignorieren, steht, ist ein zentrales Thema, dem TASEK mit typografischen Mitteln, klaren Farben und reduzierten Formen Ausdruck verleiht.